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1941 |
Glenn Doman beginnt an der Temple-Universität zu arbeiten. Er lernt dort Temple Fay, einen sehr berühmten Neurochirurgen, kennen und hat die Gelegenheit, bei vielen seiner Gehirnoperationen beizuwohnen. Temple Fay war zu seiner Zeit führend in seinem Wissen auf dem Gebiet von Hirnverletzungen. |
1947 |
Dr. Temple Fay eröffnet das "Neurophysical Rehabilitation Center". Dort arbeiten unter anderem Glenn Doman als Physiotherapeut und Florence Scott als Krankenschwester. |
1950 - 1960 |
Das Team setzt sich zum Ziel, eine effektive Behandlungsmethode für hirnverletzte Kinder zu entwickeln. So werden zunächst gesunde Kinder in ihrer Entwicklung beobachtet. Es werden vier Entwicklungsstadien beschreiben, die bei jedem gesunden Kind immer in der gleichen Reihenfolge ablaufen:
a. Bewegung ohne Mobilität
b. Kriechen
c. Krabbeln
d. Gehen
Es zeigte sich, dass wenn ein Kind eines der Stadien ausliess oder nur oberflächlich absolvierte, ungünstige Folgeerscheinungen auftraten, z.B. Lernstörungen oder Koordinationsschwierigkeiten.
Aus diesen Beobachtungen heraus wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass es für hirnverletzte Kinder um so wichtiger sei, diese Entwicklungsstadien nachzuvollziehen. Viele dieser Kinder hatten nur wenig oder keine Gelegenheit gehabt, sich auf dem Boden zu bewegen. Daher wurde damit begonnen, alle diese Kinder auf den Fußboden zu legen und so ihre Nachentwicklung anzuregen. Nicht alle Kinder waren in der Lage dies spontan zu tun. Daher wurden wiederum durch die Beobachtung gesunder Kinder Reflexmusterbewegungen, die diese Kinder in einer bestimmten Entwicklungsstufe vollziehen, ermittelt. Diese wurden als stilisierte Bewegungen bei Kindern angewendet, die sich nicht spontan weiterentwickelten. Mit Hilfe dieser Bewegungsmuster konnten alle Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt werden.
Außerdem entdeckte das Team die Wechselwirkung zwischen Motorik und sensorischen Fähigkeiten. Ein Mensch benötigt die Sensorik um eingegangene Impulse wiederum in Bewegung oder andere Reaktionen umzusetzen. |
1955 |
Florence Scott, Glenn Doman u.a. entwickeln das sog. Doman-Delacato-Entwicklungsprofil.
In diesem Profil werden einzelnen Gehirnebenen bestimmte Grundfunktionen zugeordnet, die Voraussetzung einer gesunden Entwicklung sind. So kann anhand des Profils bestimmt werden, welche dieser Funktionen altersgemäß entwickelt sein müssten und ein Vergleich mit den tatsächlich vorhandenen Fähigkeiten angestellt werden. |
1961 |
Florence Scott zieht aus familiären Gründen an die Westküste nach Oregon und übernimmt die Leitung des "Oregon Hope and Help Centers". |
1961 - 1980 |
Florence Scott erweitert die Methode der Neurologisch Funktionellen Reorganisation. Sie forscht insbesondere zu den prä- und postnatalen Reflexmusterbewegungen und ihren Anwendungsmöglichkeiten. In der Praxis entwickelt sie ein Programm v.a. zur Behandlung von Störungen der unteren Ebenen des Gehirns. Außerdem entdeckt sie, dass auch psychisch kranke Menschen von der Behandlung sehr profitieren. |
1981 |
Florence Scott wird an das Cathexis Institut in Kalifornien eingeladen und untersucht hier v.a. psychisch kranke Menschen. |
1990 |
Florence Scott wird erstmals von der Reha-Einrichtung Denkendorf nach Deutschland eingeladen. Hier untersucht sie die Patient/innen der Einrichtung und hält einen Workshop ab. |
1991 |
Es hat sich eine Projektgruppe gebildet, bestehend aus interessierten Eltern, Betroffenen und Fachleuten. Diese Projektgruppe organisiert den weiteren Aufenthalt von Frau Scott in Deutschland. |
1992 |
Die erste Ausbildungsgruppe in Deutschland beginnt. |
1994 |
Gründung des Vereins zur Förderung der Neurologisch Funktionellen Reorganisation NFR e.V. mit Sitz in Denkendorf. |
| 1992 - 2000 |
Florence Scott kommt mehrmals jährlich nach Deutschland und untersucht rund 750 Patient/innen im Jahr. Sie bietet mehrere Ausbildungsgruppen an. |
Seit 2000
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Florence Scott kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nach Deutschland kommen. Das von ihr gegründete Zentrum besteht aber heute weiter unter dem Namen NNTC: Northwest Neurodevelopmental Training Center.
In Deutschland wird die Methode von ausgebildeten Therapeuten und Therapeutinnen angewendet.
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